HUNDEHEIMAT
- Aus Liebe zum Hund
Eine aufmerksame Tierschutzkollegin machte mich auf eine Anzeige bei Ebay Kleinanzeigen aufmerksam. Zu lesen war dort, dass ein neues Zuhause für einen zehn Monate alten Labrador-Terriermix gesucht wüFuffy´s Geschichte
rde. Für gerade mal 50 € war er zu haben. Naturlich habe ich sofort angeurfen und bat der Halterin an, den kleinen hier in der HundeHeimat aufzunehmen und erklärte ihr meine Tierschutzarbeit. Sie lehnte ab, denn soetwas könnte sie sich nicht für ihn vorstellen. Ich bot ihr dann an, ein Vorkontrolle zu machen, damit gewährleistet ist, dass der kleine in einem guten Zuhause landet, sollten sich Interressenten melden. Auch das lehnte sie ab. Ich bat sie dann, bitte selbst genau zu schauen und zu überprüfen in welchem Zuhause er landen würde. Daraufhin entgegnete sie, dass sie für soetwas keine Zeit habe und dass man ja wohl an der Kleidung der Leute schon sehen könnte, ob diese sich für einen hund eignen würden und wimmelte mich dann ab. Ich war entsetzt.
Ich rief daraufhin eine gute Freundin an, damit diese sich als Adoptantin ausgibt um den kleinen einfach nur da raus zu holen und zu mir zu bringen. Sofort erklärte diese sich bereit und vereinbarte mit der Dame einen Termin für die Abholung. Ich wiederhole, diese Dame vermittelte ihren Welpen ohne Vorkontrolle und ohne Schutzvertrag an eine ihr völlig fremde Frau. Als der Kleine dann aus dem Auto stieg war ich etwas erstaunt über seinen Körpergeruch. er roch nach Urin und Erbrochenem. Meine Freundin erzählte mir dann, dass er nicht mit ins Haus durfte und sie im Garten nur einen Schuppen gesehen hatte...
Fünfzig Euro für ein Lebewesen, der es anscheinend nicht Wert war, als Familienmitglied mit Haus zu leben oder gepflegt zu werden.
Um dieses ganze Erlebnis verarbeiten zu können, taufte ich ihn Fuffy. Meine Einstellung ist, dass man bei all diesen Sinnlosigkeiten im Leben gewissen Dinge mit Humor nehmen muss. Denn gerade im Tierschutz geht man unter, wenn man nicht versucht in allen Dingen ein Lächeln zu finden.
Nach einem ausgiebigem Schaumbad stellte ich Fuffy dann meiner Tieräztin vor. Dass ein 10 Monate alter Junghund Zahnstein haben könnte, mag man nicht glauben. war Zudem Fuffy weder geimpft, noch gechipt. Die ebenfalls zehn Monate alte Junghündin meiner Tierärztin hatte direkt ein Auge auf den kurzbeinigen Mischling geworfen. Nach ein paar Spielrunden war es dann irgendwie schon klar... Nach nichtmal zwei Wochen in der HundeHeimat ist Fuffy dann eingezogen und hat dann im Frühjahr seine Ausbildung zum Tierarzt begonnen. Mit seiner Spielkameradin und Lebensgefährtin empfängt Fuffy nun jeden Patienten lächeln und Schwanzwedelnd am Zaun. Soll wohl heißen: "Mach Dir keine Sorgen, meine Mama ist eine ganz tolle, liebe Tierärztin!"
Ein tolles Happy End!